Musikfestivals in Österreich: die wichtigsten Termine nach Jahreszeiten

Musikfestivals in Österreich: die wichtigsten Termine nach Jahreszeiten

Festivals, Festspiele, Märkte, Brauchtumsfeste und Sportveranstaltungen liegen in Österreich oft nur wenige Kilometer auseinander. Genau das macht ein Wochenende hier so ergiebig.

Die Freiluftsaison von Juni bis September

Das Donauinselfest in Wien ist eine Besonderheit, weil der Eintritt frei ist. Es zieht regelmäßig ein Millionenpublikum an und läuft üblicherweise Ende Juni über drei Tage.

Dazu kommen dutzende kleinere Open Airs, die oft nur regional beworben werden. Sie sind günstiger, weniger überlaufen und für viele die bessere Wahl.

Von Vorarlberg bis ins Burgenland

Kärnten und das Burgenland setzen stärker auf Seen und Freiluftveranstaltungen im Sommer. Im Burgenland kommen Weinfeste und Opernaufführungen im Steinbruch dazu. Die einzelnen Einträge sind auf dieser Seite gesammelt.

Salzburg lebt kulturell stark vom Sommer, Tirol und Vorarlberg vom Winter. Wer antizyklisch reist, findet in beiden Fällen ruhigere Bedingungen und günstigere Unterkünfte. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm/at-de.

VeranstaltungOrtZeitraum
Salzburger Festspiele Salzburg Ende Juli bis Ende August
Bregenzer Festspiele Bregenz, Seebühne Juli und August
Ars Electronica Festival Linz September
Jazzfestival Saalfelden Saalfelden, Pinzgau August

Was der Vorverkauf bringt

Bei mehrtägigen Festivals lohnt der Vergleich zwischen Tagesticket und Gesamtpass. Ab zwei Tagen ist der Pass in den meisten Fällen günstiger.

Abendkassen öffnen meist ein bis zwei Stunden vor Beginn. Bei kleineren Veranstaltungen reicht das völlig aus.

Öffentlich oder mit dem Auto?

Campingplätze bei Festivals sind meist im Ticket inbegriffen oder kosten wenig extra. Die Bedingungen dort unterscheiden sich allerdings erheblich.

Für Veranstaltungen in den Landeshauptstädten ist die Anreise mit Bahn und Bus fast immer die bessere Wahl. Parkplätze sind knapp und an Veranstaltungstagen häufig gesperrt.

Planung und Wetter

Feste Schuhe sind auf Festwiesen sinnvoller als jede andere Vorbereitung. Der Untergrund wird nach einem Regenschauer schnell schwierig.

Abends kühlt es in höheren Lagen deutlich ab. Der Unterschied zwischen Nachmittag und Mitternacht liegt nicht selten bei fünfzehn Grad.

  • Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
  • Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
  • Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
  • Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind

Familienfreundliche Termine

Gehörschutz für kleinere Kinder ist bei Konzerten kein übertriebener Aufwand. Die Lautstärke bei Open Airs liegt regelmäßig über dem, was als unbedenklich gilt.

Museen und Kulturbetriebe bieten an Feiertagen häufig Sonderprogramme an. Sie sind gut besucht, eine frühe Ankunft lohnt sich.

Regionale Termine finden

Gemeindezeitungen und Aushänge am Ortsplatz sind dafür nach wie vor die beste Quelle. Vieles davon landet nie im Internet.

Wer eine Region öfter besucht, merkt schnell, dass sich die Termine jährlich wiederholen. Danach lässt sich ein Besuch gezielt planen.

Was am Ende bleibt

Ein guter Veranstaltungstag hat meist einen Höhepunkt und viel Leerlauf drumherum. Genau dieser Leerlauf ist der Teil, den man später in Erinnerung behält.

Das österreichische Veranstaltungsjahr ist dicht genug, dass man nie alles sieht. Sinnvoller als eine lange Wunschliste ist die Entscheidung für zwei oder drei Termine pro Saison.

Was für Besucher mit Einschränkungen gilt

Bei Freiluftveranstaltungen auf Wiesen ist die Lage schwieriger. Der Untergrund wird nach Regen schnell unpassierbar, auch wenn eine Rampe vorhanden ist.

Bei Festspielen gibt es teilweise Höranlagen und Übertitel. Wer darauf angewiesen ist, sollte das bei der Buchung angeben.

Der Rhythmus des Veranstaltungsjahres

Regionale Unterschiede gibt es trotzdem. In den westlichen Bundesländern spielt der Wintertourismus eine größere Rolle, im Osten liegt das Schwergewicht auf Stadtfesten und Kulturbetrieb.

Dazwischen liegen die Festspiele, die traditionell im Juli und August stattfinden, sowie die Brauchtumstermine im Frühherbst, wenn das Vieh von den Almen kommt.

Weinfeste in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich laufen im Spätsommer und Herbst und sind eine eigene Kategorie für sich.

Klassik, Oper und Theater im Sommer

Die Preisspannen sind erheblich. Zwischen Stehplatz und bester Kategorie liegt bei großen Häusern häufig der Faktor zwanzig.

Die Spielpläne stehen meist ein halbes Jahr im Voraus fest. Das macht die Planung leichter als bei Popveranstaltungen, wo Termine kurzfristiger kommen.

Ein aufgeladener Akku und ein kleiner Ersatzakku helfen mehr als gedacht, wenn Tickets digital hinterlegt sind.

Adventmärkte und Bälle

Neben den großen Bällen gibt es zahllose Zunft- und Vereinsbälle, vom Jägerball bis zum Feuerwehrball. Sie sind deutlich günstiger und für viele der angenehmere Einstieg.

Punsch- und Glühweinstände in den Städten haben eigene Öffnungszeiten, die oft schon am frühen Abend beginnen und vor Mitternacht enden.

Wer Freunde oder Verwandte in einer Region hat, erfährt von den interessanteren Terminen ohnehin zuerst. Das ist bis heute die verlässlichste Quelle.

Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen

Was ist ein Almabtrieb?

Die Rückkehr des Viehs von den Almen ins Tal im September und Oktober. Geschmückt wird nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist.

Finden Open Airs auch bei Regen statt?

In den meisten Fällen ja. Abgesagt wird üblicherweise nur bei Gewitter oder Sturm, und dann meist kurzfristig über die Kanäle des Veranstalters.

Wann ist die dichteste Veranstaltungszeit?

Von Juli bis September. In diesen Monaten überschneiden sich Festspiele, Open Airs und die ersten Brauchtumstermine des Herbstes.

Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.